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KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis)

Bewertung · Bewertung · Kennzahl

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV, englisch P/E Ratio) ist die am häufigsten genutzte Bewertungs-Kennzahl an der Börse. Es vergleicht den aktuellen Aktienkurs mit dem Gewinn je Aktie eines Unternehmens.

Formel

KGV = Aktienkurs / Gewinn je Aktie

Ein KGV von 15 bedeutet: Anleger zahlen heute 15 € für jeden Euro Jahresgewinn, den das Unternehmen ausweist.

Wie wird das KGV gelesen?

  • Niedriges KGV (unter 10): potenziell unterbewertet — oder das Geschäft schrumpft.
  • Mittleres KGV (10–20): typisch für etablierte Unternehmen mit stabilem Wachstum.
  • Hohes KGV (über 25): Markt preist hohes künftiges Wachstum ein — Enttäuschungen werden hart bestraft.

Das KGV ist immer im Kontext der Branche und der Wachstumsperspektive zu lesen. Ein Tech-Unternehmen mit 30 % Wachstum hat zu Recht ein höheres KGV als ein Versorger.

Forward-KGV vs. Trailing-KGV

  • Trailing-KGV: Gewinn der letzten 12 Monate (TTM) — historisch.
  • Forward-KGV (NTM): Konsens-Gewinnerwartung der nächsten 12 Monate — zukunftsorientiert, aber abhängig von Analyst:innen-Schätzungen.

Archival.ai zeigt beide Werte parallel an, damit die Bewertungs-Optik nicht von einem einmaligen Sondereffekt verzerrt wird.

Grenzen

Das KGV versagt bei Verlust-Unternehmen (negativer Gewinn → KGV sinnlos), bei stark schwankenden Gewinnen (Zykliker) und wenn der Gewinn durch Sondereffekte (Verkauf eines Geschäftsbereichs, einmalige Steuern) verzerrt wird. In diesen Fällen ist das [[EV/EBITDA-Multiple|ev-ebitda]] aussagekräftiger.